Europa 007 - rechtlich gesehen (1)

Europa kann zurückblicken auf die "Magna Carta Libertatum" (1215),
die Habeas-Corpus-Akte (1679) und die "Bill of Rights" (1689),
die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (1776 in der Verfassung der USA
oder "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" 1789 in Frankreich),
die Gründung des Europarats (1949),
die Europäische Menschrnechtskonvention (1949)
und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Dieses Zurückblicken geht bis zu den antiken Ursprüngen, wo die grundlegende Gleichheit aller Menschen als vernunftbegabte Wesen die Grundlage kultureller Entwicklung in Europa bildete.

Die mittelalterliche Auffassung, das "Ebenbild Gottes" habe als Individuum eine unantastbare Würde (und dauraus abgeleitet auch Rechte), blieb zunächst auf den sakralen Bereich beschränkt.

Erst mit der Neuzeit, mit der Aufklärung, der Entstehung und Entwicklung der Naturwissenschaften, mit der Industrialisierung, mit Bevölkerungs- und Städtewachstum und Staatsentwicklung wird der Menschenrechtsgedanke "modern" interpretiert und umfassend auf das Individuum bezogen.

Höhepunkt und auch heutige Grundlage europäischer Rechtspolitik ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) 1948.

Wir Deutschen haben viele Menschenrechte in das Grundgesetz (23.5.1949) übernommen und durch Grundrechte ergänzt.

 

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Europa rechtlich (2) = Der Europarat in Straßburg (siehe europa 008)
Europa rechtlich (3) = Beispiele für Rechtsangleichung in Europa