Europa 004 - Mythologie und Kultur

In der griechischen Mytholgie gilt Kreta als Insel des Zeus, denn in Gestalt eines weißen Stieres entführte Zeus die phönizische Prinzessin Europa nach Kreta und zeugte mit ihre das Geschlecht der Minoer: Europa gebar ihm auf Kreta Minos, den späteren König von Kreta.
Die einen sprechen von der "Wiege der abendländischen Kultur", andere vom "Nabel Europas", wenn die historische Leistung bezeichnet werden soll, die von Kreta ausging.

Der Mythos spiegelt reale Geschichte wider: Europa, Namensgeberin unseres Kontinents, kam aus dem Osten. Sie war Tochter des phönizischen Königs, der im heutigen Libanon herrschte.
Anderen Quellen zufolge ist der Name "Europa" semitisch und bedeutet - aus der Perspektive des Ostens - so viel wie Abend / Westen.

Minos war der Sohn, den Zeus mit Europa zeugte - und er stellt den Beginn eines neuen Geschlechts dar, das auf Kreta und in der Ägäis Kunst und Kultur zur Blüte brachte.
Vor 5000 Jahren entfalteten hier die Minoer die erste Hochkultur auf europäischem Boden.
Sie hinterließen erstaunliche Zeugnisse wie die Paläste von Knossos, Malia und Phaistos.
Die bedeutendsten Funde der minoischen Kultur befinden sich heute im einzigartigen und weltberühmten Archäologischen Museum von Iraklio/Heraklion.